Sergio Zarro: Als Kind probierte ich viele Sportarten aus, aber das Schwimmen gefiel mir am besten. Deshalb begann ich mit acht Jahren, im Schwimmclub zu trainieren. Schon früh war ich sechs Mal die Woche im Wasser. Seit knapp zwei Jahren besuche ich nun das Sportgymnasium und bin daher in der Trainingsgestaltung zum Glück noch flexibler: Jetzt kann ich sieben bis acht Mal schwimmen und daneben noch Landeinheiten absolvieren – Krafttraining und so weiter, halt alles, was man auf festem Boden besser tun kann als im Wasser.
Ich schwimme hauptsächlich Rücken und Delfin. Es gibt Leute, die der Meinung sind, man schwimme einfach hin und her. Aber es ist eben viel mehr, was genau, kann ich nicht beschreiben, es ist für mich ein ganz spezielles Gefühl. Was zählt, ist am Ende, dass ich ein Ziel erreiche, das ich mir gesetzt habe. So ist es für mich ein wichtiger Schritt, dass ich im nationalen Nachwuchskader bin und letztes Jahr am EYOF teilnehmen konnte.
In drei Wochen starte ich zum Qualifikationswettkampf für die Junioren-Europameisterschaften in Graz. Das ist mein nächstes grosses Ziel. Deshalb bin ich sehr froh, dass ich jetzt eine Woche schulfrei habe und mich am 3T in Tenero ganz aufs Schwimmen fokussieren kann.
Im Centro Sportivo Tenero sind die Bedingungen optimal. Und es ist schön, wieder einmal mit den anderen Schwimmern aus dem Nationalkader zu trainieren, sonst bin ich ja meistens mit den Limmat Sharks Zürich unterwegs. Wir haben wirklich ein tolles Team hier, wir geben alle sehr viel Einsatz und haben ebenso viel Spass.
Es ist auch interessant, Nachwuchstalente aus allen anderen Sportarten zu treffen. Man sieht sich zum Beispiel am Olympismus-Parcours, wo wir uns in gemischten Teams mit den olympischen Werten – Höchstleistung, Respekt und Freundschaft – auseinandersetzen. Hier hat man Zeit, um mal mit all jenen zu reden, mit denen man sonst eigentlich nichts zu tun hat. Weil man ist halt schon sehr auf seine eigene Sportart konzentriert. Aber das ist auch in Ordnung so, denn schliesslich will ich ja mein Ziel erreichen und bald an die Junioren-EM.
(Aufgezeichnet von Barbara Kohler, Swiss Olympic)
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