Um die 20 Karatekas aus Tramelan trainierten vergangene Woche im Rahmen von «Triff deinen Star» mit Fanny Clavien, der zweimaligen Karate-Europameisterin. Die 24-jährige Walliserin ist seit 2008 Botschafterin von «cool and clean».
Es ist Samstag, der 17. Dezember 2011. Um die 20 Karatekas aus Tramelan freuen sich auf besonderen Besuch aus dem Wallis: Fanny Clavien, Doppel-Europameisterin.
Gemeinsam für den fairen und sauberen Sport
Im Rahmen des «cool and clean»-Programms «Triff deinen Star» kommt die 24-jährige Walliserin heute für ein Showtraining in den Karate-Club Budokan. «Ich bin hier, um den Jugendlichen zu zeigen, wie wichtig es im Sport ist, mit Spass und Leidenschaft bei der Sache zu sein», sagt die Karateka. «Und dass es weder Tabak noch Drogen oder Doping braucht, um gut und cool zu sein.»
Es ist auch die Einstellung von Trainer Alain Mathez, dass Sport fair und sauber sein soll: «Die Botschaften von ‹cool and clean› zu leben, ist für mich etwas ganz Natürliches. Sie gelten für mich grundsätzlich, über den Sport hinaus.» Daher fällt es ihm auch nicht schwer, die Werte des Präventionsprogrammes an die jungen Karatekas weiterzugeben. Trotzdem freut er sich ganz besonders, heute auf die Unterstützung von Fanny Clavien zählen zu können: «Es ist für uns alle etwas sehr Schönes und Aussergewöhnliches, dem Star einmal so nahe zu kommen», sagt er.
Ein wahres Vorbild
Die jungen Karatekas aus dem Jura sind vom Training mit Clavien begeistert. Sie sei sehr nett und humorvoll, ziehen sie nach dem Training einstimmig Fazit. Die Walliserin ist also nicht nur sportlich, sondern auch menschlich ein Vorbild.
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Von Verletzungen geplagt
Nach ihrem ersten EM-Titel, den sie 2008 in Bukarest gewann, war Fanny Clavien lange verletzt. Erst in diesem Jahr kam sie wieder richtig in Form: An der Heim-EM in Kloten holte sie zum zweiten Mal Gold. «Klar ist es schwierig, motiviert zu bleiben und sich nach Verletzungen immer wieder von Neuem aufzuraffen. Aber der Sport bedeutet mir sehr viel», sagt Clavien, und fügt sogleich an: «Die Zwangspausen haben ja auch etwas Wertvolles: Sie zeigen einem, wie wichtig das Leben neben dem Sport ist.» So habe sie sich zum Beispiel um ihre Ausbildung und die berufliche Karriere kümmern können.
Aber auch wenn sich die 24-Jährige gerne mit ihrem Leben neben dem Spitzensport auseinandersetzt, ist sie weit davon entfernt, an sportlichem Ehrgeiz einzubüssen: «Nächstes Jahr will ich in Paris Weltmeisterin werden, denn dieser Titel fehlt mir noch.»
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